(AGENPARL) - Roma, 5 Giugno 2023 - (AGENPARL) – lun 05 giugno 2023 **Südtiroler Landtag**
Landtag
Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestags besucht Landtag
**Delegation von Landtags-Vizepräsident Noggler begrüßt; Austausch über Verbindung Landwirtschaft/Tourismus, große Beutegreifer, Genossenschaftswesen, Problematiken rund um Brennerachse und demografischen Wandel. Treffen auch mit Landesrat Schuler**
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<p>Landtags-Vizepräsident <strong>Josef Noggler</strong> hat heute Vormittag Mitglieder des <strong>Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestags</strong> im Landtag in Bozen empfangen. Die Delegation unter Leitung des Ausschussvorsitzenden <strong>Hermann Färber</strong> (CDU/CSU) befindet sich derzeit auf Arbeitsbesuch in Italien.</p>
<p>Noggler informierte die Delegationsmitglieder nicht nur über die Aufgaben und Funktionen des Landtags, sondern führte auch die Besonderheiten der Autonomie und des Zusammenlebens der Sprachgruppen im Land aus und zeichnete ein Bild über die wirtschaftliche Situation in Südtirol – mit besonderem Augenmerk auf Landwirtschaft und Tourismus. Dabei verwies der Vizepräsident u.a. auf die enge Verzahnung der beiden Sektoren und auf die fehlenden Arbeits- und Facharbeitskräfte.</p>
<p>Die Delegationsteilnehmer nutzen anschließend die Möglichkeit, Vizepräsident Noggler Fragen zu stellen. Die angesprochene Themenpalette war dabei eine breite: So erkundigte sich <strong>Oliver Vogt</strong> (CDU/CSU) wie die Abgeordneten im Landtag ihr Mandat wahrnehmen bzw. ob aufgrund der Größe des Landes, diese Berufspolitiker seien. <strong>Luiza Licina-Bode</strong> (SPD) dagegen fragte nach den Visionen für die Zukunft, die es für Tourismus und Landwirtschaft in Südtirol gibt, ob es zwischen Tourismus, Landwirtschaft und erneuerbaren Energien eine Flächenkonkurrenz gebe und ob es hinsichtlich Wolf- und Bärenpopulation im Land Zahlen bzw. ein Monitoring gebe. <strong>Steffen Janich</strong> (AfD) verwies darauf, dass das Thema „große Beutegreifer“ auch bei einem Tirol-Besuch angesprochen worden sei und wünschte dem Landtag viel Glück für den entsprechenden Landesgesetzentwurf, der demnächst behandelt werden soll; der Abgeordnete unterstrich zudem, dass es ihn beim Villnöß-Besuch der Delegation begeistert habe, dass es bis in die Berggebiete Breitbandinternet gebe; außerdem erkundigte er sich nach dem Genossenschaftswesen in Südtirol, im Speziellen für die Stromerzeugung, ein Beispiel, das den Bundestagsabgeordneten in Villnöß nahegebracht worden war. Nach der Altersstruktur der Bewohner Südtirols und dem Problem Brennerpass bzw. Transitverkehr in Südtirol fragte dann <strong>Ina Latendorf</strong> (Die Linke).</p>
<p>Es folgte eine Aussprache der Delegationsmitglieder mit Land- und Forstwirtschaftslandesrat <strong>Arnold Schuler</strong>, die ebenso im Landtag stattfand. „Die Landwirtschaft spielt eine essenzielle Rolle für Südtirol. Acht Prozent der lokalen Bevölkerung ist in diesem Bereich tätig und sorgt für die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln sowie die Pflege und den Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft“, so Schuler. Die Kleinstrukturiertheit der landwirtschaftlichen Betriebe sowie die gesellschaftliche Entwicklung stellten vermehrt eine Herausforderung dar. Um das Verständnis der Bevölkerung für die Bedürfnisse der Landwirtschaft weiterhin zu wahren, sei es wichtig, die Werte des nachhaltigen Anbaus und des Tierwohls den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen. Durch eine verantwortungsvolle und transparente Landwirtschaft wolle man in Südtirol das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten. Das Strategiepapier für die Zukunft der Südtiroler Landwirtschaft 2030 diene dafür als Grundlage. „Wir streben eine nachhaltige und ressourceneffiziente Landwirtschaft an, die den Herausforderungen des Klimawandels und des Bevölkerungswachstums gewachsen ist. Durch gezielte Förderungen, Technologieeinsatz und Zusammenarbeit mit der Forschung, werden wir Südtirols Landwirtschaft fit für die Zukunft machen."</p>
<p>Im Gespräch mit Schuler wurden sodann ebenfalls die großen Beutegreifer, etwa im Zusammenhang mit der Weidetierhaltung, thematisiert, genauso wie die Waldagenda des Landesrates, über die <strong>Niklas Wagener</strong> (Bündnis 90/Die Grünen) einige Erkundigungen einholte. <strong>Isabel Mackensen-Geis</strong> (SPD) wollte neben einigen Erklärungen zur Waldfläche und den Besitzverhältnissen auch wissen, wie es komme, dass in Südtirol noch der Großteil der Bauernhöfe bewohnt seien – dies sei eine Besonderheit. Zur Sprache kamen auch der Zivil- und Katastrophenschutz.</p>
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